In „Der 2. Verdächtige“ sind Florian Schwieker und Michael Tsokos im Milieu unterwegs. Der spannende Justizkrimi befasst sich mit Morden an Schwulen und die Einstellung mancher Menschen dazu.
Rocco Eberhardt ist ein bekannter Anwalt übernimmt die Verteidigung von Jan Staiger. Der beteuert unschuldig zu sein an dem Mord an seinem Freund Lukas. Doch es gibt Zeugen, dass sie sich in einem Schwulenclub gestritten hatten. Und Jan nimmt zwar ab und zu Drogen, aber Lukas angeblich nicht und doch starb er an einer Überdosis. Der agierende Kommissar greift zudem zu extremer Härte bei der Festnahme und so kommen viele Aspekte in den Bereich des Möglichen. Doch Rocco bekommt den jungen Mann erstmal wieder frei. Als ein zweiter Toter in einem Schwulenclub gefunden wird mit direkten Indizien zu Jan Staiger überschlagen sich die Ereignisse.

Florian Schwieker und Michael Tsokos haben sich wieder ein spannendes und sehr aktuelles Thema vorgenommen. Wie oft werden in der Realität Menschen anderer sexueller Gesinnung vorverurteilt, verunglimpft, beschimpft und körperlich terrorisiert. Auch heute und in der aktuellen Zeit ist das Leben für viele nicht Heteros sehr schwierig. Die Autoren sind mit viel Realitätssinn und Feingefühl an das Thema gegangen. Ihr Schreibstil ist zudem kurzweilig und spannend angelegt, immer mit Themen am Puls der Zeit.
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