„Signal“ von Ursula Poznanski nimmt den Leser mit auf eine Psychoreise, die rasant, atemberaubend und hochspannend ist.
Nach einem Unfall verliert Viola ein Bein und ist ans Haus gefesselt. Ihr Mann kümmert sich rührend um sie, als sie aber ein Gefühlt hat. Unstimmigkeiten in dem, was er sagt. Als sie per Zufall im Internet etwas über Minitracker liest, bestellt sie welche! Erschwerend kommt hinzu, dass ihr Mann eine Pflegerin ein, die sich zwar kümmert, aber doch etwas viel macht und Viola nicht hilft, mit der Situation fertig zu werden. Sie ist Viola von Anfang an unsympathisch. Viola versteckt Tracker bei ihrem Mann und auch bei der Pflegerin. Dann wird es skurril, als noch jemand ums Haus schleicht. Sie fühlt sich bedroht und die Erinnerungen von ihrem Unglück sind auch noch nicht wieder da. Aber eines weiß Viola genau: Hier stimmt etwas nicht! So geht die junge Frau auf Spurensuche, gehandicapt mit Rollstuhl, Krücken und meistens zuhause…

Eine spannende Reise durch die Gedanken versus Tatsachen einer Frau, die anscheinend an ihr Heim gefesselt scheint. Hochspannend beschreibt Ursula Poznanski die Situationen und Gegebenheiten, vor Allem mit dem Hintergrund… was ist eigentlich wirklich passiert. Doch gerade diese Nähe macht die Geschichte so intensiv – man beginnt zu hinterfragen: Volles Vertrauen in den Lebenspartner oder doch Vorsicht walten lassen? Auch die Nebenfiguren, von den Freundinnen bis zu anderen Wegbegleitern, tragen ihre eigenen Geheimnisse mit sich. Poznanski schafft es, ein dichtes Netz aus Verdacht, Unsicherheit und Täuschung zu weben. Und das fulminante Ende überrascht selbst erfahrene Thrillerleser – ein cleverer Twist, der noch lange nachhallt.
Brillant und hochspannend geschrieben bis zum Ende im Stil von Ursula Poznanski und wieder ein Roman, den ich nicht aus der Hand legen wollte.
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