Wenn „Tick-Tack“ die Uhr schlägt dann ist der Leser in „Die Villa“ von Markus Heitz versunken. Er genießt das makabere Leben eines Hauses und wen es mag und wen es nicht mag – wen es beglückt und wen es verschlingt.
Was für ein Schnäppchen: eine alte Villa für 100 Euro – ja sie ist ziemlich heruntergekommen, aber man kann ja was draus machen. Doreen hat dem Großkonzern einem „Möchte-gern-Erben“ das alte Gemäuer vor der Nase weggeschnappt. Ihre pubertierende Tochter anfangs ungehalten, findet Geschmack und hilft auf einmal fleißig mit. Seit dem Einzug geht ihr Musikkarriere auf der Überholspur nach oben – alles scheint gut zu laufen. Doch da kommt der rüde „Möchte-gern-Erbe“ Weißbach, der aggressiv stalkt und Doreen und ihre Tochter belästigt.
Im Gegensatz der charmante Alexander von dem Großkonzern, der eher freundlich um Doreen herumschwänzelt und viel Geld bietet für die heruntergekommene Villa. Dann ist da noch Thorsten ein Handwerker, der Doreen hilft bei der Renovierung.
Zeitgleich wird Ethan in England zu dem Tod seiner Mutter und dessen Freundin befragt, die auf einmal beim Kaffeekranz aufeinander losgingen. Seine Spurensuche führt quer durch Deutschland und er landet in Leipzig vor der alten Villa von Doreen. Und was haben die Menschen, die auf einmal verschwinden mit der Villa zu tun?

Hochspannung pur im makaberen Horrorszenario vom Meister himself: Markus Heitz hat sich voll übertroffen. Geheimnisvoll mit einer „lebenden“ Villa, Toten und vielen schwarzmagischen Momenten von früher und heute. Brillant geschrieben, eine fesselnde Geschichte und ein Szenario, in das der Leser regelrecht eintauchen kann. Also Vorsicht – Nicht nachts im Dunklen lesen! Ein Meisterwerk des Horrors, des schwarzen Humor und Makaberen.
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